Sa

22

Jul

2017

Mhytos Ayahuasca - Erleuchtung im Regenwald

Bei diesem Thema des Dikussionsblogs behandle ich die Reportage ausgestrahlt vom Fernsehsender ATV, April 2016,

„Mythos Ayahuasca – Erleuchtung im Regenwald“.

 

Man kann diese Sendung ansehen unter:

 

1. Folge:

 

2. Folge:

 

 

Ziel meiner Homepage ist es meine Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse weiterzugeben über dem Schamanismus im Amazonasgebiet mit dem Hauptthema Ayahuasca, damit die Besucherinnen und Besucher sich informieren können und dann mit diesem Wissen eine Orientierungshilfe bekommen. Ziel ist es nicht etwas oder jemand zu kritisieren oder schlecht zu machen. Eine Orientierungshilfe beinhaltet jedoch immer auch Hinweise auf eventuelle Gefahren und unkorrekte Sachen, damit diese vermindert oder vermieden werden können.

 

Große Gratulation an ATV, die Auftragsleute - Verantwortlichen der Sendung, die Kameraleute, die beteiligten Personen, den Schamanen und viele andere Helfer. Die Sendung ist spannend, kompetent, gut gelungen und abwechslungsreich. Endlich einmal eine Sendung, wo vom Ayahuasca gut berichtet wird. Eine Dokumentation bzw. Reportage einer Sache ist immer subjektiv und man kann etwas so darstellen wie man will. Auch unsere Realität lässt viele Sichtweisen zu und jeder muss für sich selbst entscheiden, was er als Wahrheit definiert.

 

1. ORT

 

Das Geschehen und das Zusammentreffen mit dem Schamanen fand in einem Naturschutzgebiet in Peru mit dem Namen Pacaya Samiria statt, ungefähr eine halbe Tagesreise von Iquitos entfernt, bei dem Fluss Maranon, ein Hauptzufluss vom Amazonas (ich war im Jahr 2003 dort, habe 1 Jahr in Iquitos und Umgebung Schamanismus studiert). Bekannt ist dieses Gebiet wegen seinen Tieren und Pflanzen und der Landschaft. Früher einmal (vor 20 Jahren) kamen nur ganz wenige Touristen in dieses Gebiet und Schamanen gab es dort fast keine. Pacaya Samiria war und ist kein typisches Schamanengebiet in Peru. Durch einen gewissen Tourismusboom in Angelegenheit Schamanismus der letzten Jahre, wollen die Touristen eine noch unberührte Naturlandschaft im Urwald Amazoniens besuchen. Die meisten fahren nach Iquitos, da es dort weniger gefährlicher ist, besser erschlossen ist, und man dort den „originalen“ Amazonasfluss treffen kann. Der Amazonasfluss trägt dort auch offiziell den Namen Amazonas, hingegen trägt der Oberlauf des Amazonas den Namen Ucayali, wo sich das Naturschutzgebiet Pacaya Samiria und auch die Stadt Pucallpa befinden. Man ist dem Bedarf nachgekommen und hat dann dort in diesem Naturschutzgebiet schamanische Rituale veranstaltet. Das Ayahuasca und die Schamanen wurden und werden dort extra für die Touristen hingebracht.

 

Die Urwaldlodge, wo der Hauptteil der Handlung stattfand ist eine Luxusherberge für peruanische Verhältnisse mit allem Komfort. Ein normales Schamanencamp, das ein Schamane für seine Arbeit errichtet hat, hat nicht diesen Komfort. Für diese Aufnahmen wurden extra Bereiche angemietet, damit hier ungestört agiert werden kann. Bei normaler Tagesordnung, wenn keine Aufnahmen stattgefunden hätten, wäre man sicher mit anderen Touristen, die nur diesen Naturschutzpark besuchen und kein Interesse haben am Schamanimus, zusammengekommen. Wichtig ist, dass die Teilnehmer Ruhe haben für ihren Aufenthalt, Studien und Rituale. Dies hatten die Teilnehmer in der Reportage. Man muss die Frage in den Raum stellen, ob die Teilnehmer auch diese Ruhe und Freiraum hätten, wäre es keine Reportage und „nur“ ein normaler Besuch. Die Urwaldlodge dient nicht nur dem Schamanismus, sondern auch dem Tourismus für andere Zwecke. Ein Camp, das nur für den Schamanismus dient hat andere Möglichkeiten und Voraussetzungen.

 

2. SCHAMANE - RITUALABLAUF

 

Der im Film vorgestellte Schamane Guido Rimachi hat seine Sache gut gemacht. Den Namen Guido Rimachi haben ich und auch andere Kenner der Szene, das erste Mal gehört. Das ist nicht negativ zu werten. Früher vor 20 Jahren hat es in Peru vielleicht 30 bekannte Schamanen gegeben, die jeder kennt. Heute ausgelöst durch den Ayahuascatourismus gibt es hunderte von Schamanen, keiner kann alle kennen. Man will hier schnell und leicht Geld verdienen. Durch diesen Trend sind die Qualität und das Service gesunken. Der Schamane hat alle Zeremonien ordnungsgemäß und kompetent geleitet. Er hat während der Ayahuascatrance verschiedene Lieder (diese nennt man Mariris und Icaros und entsprechen ungefähr den Mantras im asiatischen Raum) kraftvoll gesungen und auch den Takt mit seinem Palmwedel (genannt chakapa) mitgeschwungen. Die Lieder dienen dazu, die Energien in den Zeremonienlauf zu steuern, damit die Klienten eine Hilfe haben bei den Visionen. Es sollte nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gesungen werden. Er hat den Tabakrauch eingesetzt als Hilfsmittel, ebenfalls eine Flasche mit Camalongakernen, Kampfer und Zuckerrohrschnaps verwendet (man kann unter Camalonga auf meiner Homepage nachlesen, worum es bei diesem Hilfsmittel geht). Die meisten Schamanen tragen während der Zeremonien ihre Tracht und Schmuck, dies schaut schön aus, ist aber nicht unbedingt notwendig. Der Schamane in der Reportage hat auf diese Utensilien verzichtet, dadurch wirkte er natürlicher und zugänglicher. Für mich ist das positiv, er hätte können ja eine große Show daraus machen. Während der Zeremonie und danach hat sich der Schamane sehr gekümmert um die Teilnehmer. Hier kommen wieder der Tabak und die Flasche mit den Camalongakernen zum Einsatz. Durch diese Medien werden geistige Energien vom Schamanen zu den Klienten und umgekehrt vermittelt und transformiert.

 

3. KLIENTEN - WIRKUNG DES AYAHUASCAS

 

Eine Frau, die im Unterbewusstsein traumatische Erfahrungen in ihrem früheren Leben angesammelt hatte und im normalen Leben diese Erfahrungen so halbwegs unter Kontrolle bringen konnte, hat jetzt ausgelöst durch das Ayahuasca größere psychische Probleme bekommen. Man nannte diesen Zustand in der Reportage Depersonalisierung. Es handelt sich hier um eine Veränderung der Persönlichkeit, man denkt, fühlt und nimmt plötzlich alles anders wahr. Die Frau wollte schon weitere Behandlungen und Ayahuascaeinnahme ablehnen. Durch gutes Zureden und großer Initiative von Seiten des Schamanen konnte man die Frau überreden weiterzumachen und es gab sich daraus dann etwas Positives. Das ist wieder mal typisch Ayahuasca. Ayahuasca rührt kräftig um, im Inneren eines Menschen. Schwachstellen und alte Traumen werden schonungslos aufgedeckt. Das ist immer sehr schmerzhaft und anstrengend, aber es wirkt!

 

In der Reportage erwähnte man, dass man gewisse Traumen, die im Unterbewusstsein schlummern, in Ruhe lassen sollte. Die Personen mit diesem Trauma können dann so halbwegs ein „normales“ Leben führen. Nur nicht anecken, alles unter den Tisch kehren und verstecken, viele Medikamente verfolgen diesen Weg. In unserem Inneren, Seele, Unterbewusstsein wollen wir ganz und komplett glücklich sein und uns mit Liebe fühlen. Viele Menschen mit großen psychischen Problemen wollen aber mehr als nur ein „normales“ Leben führen, sie wollen endlich wieder mal glücklich sein. Ich denke so wie es Menschenrechte gibt, gibt es in der spirituellen Welt auch das Recht auf ein glückliches, liebevolles Leben und gerade die Traumen verhindern dies. Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten entweder alles so belassen oder sich mit den Traumen und Problemen auseinandersetzen auch mit der Gefahr, dass alles viel schlimmer wird. Wer nicht riskiert, einen Einsatz erbringt, kann nicht gewinnen, sein Lebens verbessern. Der Vorwurf, dass Ayahuasca die Traumen und Psychosen in einem verstärkt, ist berechtigt, es stimmet, aber mit dem Endziel sich auseinanderzusetzen und alles aufzuarbeiten, um einmal dann ein besseres Leben zu bekommen. Ayahuasca ist nicht der Verursacher dieser Traumen.

 

Ayahuasca, vorausgesetzt man hat den aufrichtigen, offenen, inneren Wunsch, will immer den Menschen helfen eine bessere Lebensqualität zu bekommen und nicht das Gegenteil etwas zu zerstören. Sollte wirklich einmal große Psychosen oder Traumen nach eine Ayahuascazeremonie länger bestehen bleiben und nicht verschwinden, gibt es andere exzellente Techniken, die in der Reportage nicht erwähnt wurden, wie die schamanische Diät in Abgeschiedenheit, um diese Sachen komplett zu heilen, aber das erfordert viel Zeit und Hingabe.

 

 In der Psychologie gibt es den Begriff einer drogeninduzierten Psychose. Diese trifft bei ca. 1% auf. Das ist eine Psychose (psychotische Störung), die durch  Drogen ausgelöst wurde. Wissenschaftlich ist bis heute nicht abgeklärt wie bei Halluzinogene, in diese Gruppe fällt Ayahuasca, es genau zu einer Psychose kommt. Die Psychosen ausgelöst durch Halluzinogene unterscheiden sich grundsätzlich von Psychosen, die ausgelöst wurden von anderen Drogen wie z.B. Kokain. Die Zustände bei Halluzinogenen sind ähnlich wie Psychosen, sind aber von einer echten Psychose zu unterscheiden. Meist hält der Zustand nur kurz an. Im Gegensatz zum psychisch Erkrankten können Konsumenten von Halluzinogenen in der Regel erkennen, dass die von ihnen wahrgenommenen Phänomene nicht äußeren, sondern inneren Ursprungs sind und lediglich Pseudohalluzinationen darstellen.

(Verweis wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/Substanzinduzierte_Psychose)

Bei den  Schamanen ist diese drogeninduzierte Psychose bekannt, sie meinen, dass sich die Seele, Unterbewusstsein, Höheres Selbst in der Trance in anderen Dimensionen verfängt und nach der Trance nicht ordnungsgemäß zurückkehrt. Vom Schamanen sind hier Nachbehandlungen gefordert, die einige Tage dauern können. Man ruft dann, transformiert, die ausgelagerte Energie zurück, teilweise mit anderen Kraftpflanzen wie z.B. Naturtabak. Ich habe zwar gehört, dass es in ganz seltenen Fällen zu einer solchen drogeninduzierten Psychose kommen kann, die aber keine echte Psychose ist, aber der Schamane konnte nach einer gewissen Zeit die Personen stabilisieren und zurückführen. Noch nie habe ich bei Ayahuasca gehört, dass wer ewig hängen geblieben wäre, nicht mehr zurückgekommen wäre von anderen Dimensionen oder durch Ayahuasca ewig einen psychischen Schaden genommen hätte.

 

 

4. GEFAHREN DES AYAHUASCAS

 

Behördenvertreter von der Drogensuchthilfe Wien haben in der Reportage gemeint, dass aus schuldmedizinischer Sicht es absolut abzuraten sei, Ayahuasca zu nehmen. Die Substanz Ayahuasca könne schwere körperliche und psychische Wirkungen auslösen, die bis zu einer Psychose führen können, man führte hier auch das heftige Erbrechen durch Ayahuasca an. Weiter wurde gesagt, dass bei der Einnahme von schweren Medikamenten wie Psychopharmaka, MAO-Hemmer (ein Stoff, der ein gewisses Schutzenzym in unsrem Körper hemmt) und der Kombination mit Ayahuasca es zu großen und gefährliche gesundheitlichen Problemen kommen kann. All das stimmt, aber es ist nur ein Teil der Wahrheit, eine eingeschränkte Sichtweise.

 

Wenn z.B. ausländische Touristen 3 Tage nach Österreich auf Besuch kommen und dann in diesen 3 Tagen ein sehr schlechtes Wetter haben für ihre Besichtigungen, sagen wir Regen, Schnee und Kälte, könnte man meinen, dass in Österreich das Wetter sehr schlecht und grauenhaft  ist, der Besuch lohnt sich nicht, alles ist negativ. Auch das würde stimmen, wäre aber nur ein Teil der Wahrheit. An vielen anderen Tagen ist das Wetter wunderbar und der Eindruck des Österreichbesuchs bei den Gästen wäre ein komplett anderer. Genauso ist es mit dem Ayahuascanehmen. Die Teile, die bei der Einnahme als negativ interpretiert werden, aufgrund der eingeschränkten Sichtweise, haben auch einen tiefen Sinn. Das heftige Erbrechen ist ein wesentlicher Bestandteil der Ayahuascazeremonien. Heftiges Erbrechen muss nicht immer sein, aber es kann sein. Manchmal wird Ayahuasca auch als Brechpflanze bezeichnet, aber gerade hier liegt die Stärke. Durch das Erbrechen werden negative Energien befreit und abgeleitet, unser Körper, genauer gesagt, unser verunreinigtes Wasser in den Zellen, das mitverantwortlich ist für Krankheiten wird ausgetauscht und gereinigt. Immer wieder höre ich Menschen sagen, das heftige Erbrechen kann nicht gesund sein. Isoliert betrachtet würde das stimmen, unser Körper reagiert bei einer gewissen Krankheit auf erbrechen. Im Zusammenhang mit dem Ayahuasca ist aber das Erbrechen ein anderes. Es steht für befreien, erneuern, durch diesen heftigen Prozess werden Gedanken und Gefühle zum Positiven verändert. Bei allen ganz großen Erleuchtungszuständen, die ich mit Ayahuasca erlebt habe, war immer auch heftiges erbrechen dabei! Man muss vorher durch die Hölle, sich mit seinen negativen Problemen und Schwachstellen auseinandersetzen, aufarbeiten, erst dann kommt man in andere tiefere, glücklichere Bewusstseinszustände, die dann sehr heilsam sind. Genau diese Schwachstellen, Disharmonien in uns sind es, die unsere Krankheiten sowohl psychische als auch körperlich Art verursachen. Das Auflösen dieser Schwachstellen ist immer heftig, schmerzhaft und angsteinflößend und Bestandteil des Ayahuascarituals. Wer das nicht haben möchte, sollte Ayahuasca nicht nehmen. Das heftige Erbrechen bringt also eine Chance mit sich, dass innerlich eine große Transformation geschieht.

 

Ayahuasca erweitert die Sinne und verstärkt innere Energien. Speziell bei Personen mit starken psychischen Problemen, z.B. Depressionen, Psychosen, Schizophrenie ist bei der Ayahuascaeinnahme große Vorsicht geboten. Die Depressionen, Psychosen und Schizophrenie werden durch das Ayahuasca verstärkt, um diese besser sichtbar, greifbar zu machen mit dem Endziel diese zu verändern. Ayahuasca ist neutral, es kann nur etwas hervorbringen, was schon da ist. Wenn keine Psychosen oder Schizophrenie da sind, kann Ayahuasca niemals so etwas hervorbringen. Personen, die schwere Psychopharmaka (Medikamente zur Behandlung von psychischen Störungen) einnehmen, damit psychische Probleme im Zaum (unter Kontrolle) gehalten werden, werden von Ayahuasca in der Vision aufgefordert, gezwungen sich mit den inneren Problemen auseinanderzusetzen. Psychopharmaka decken Probleme zu, Ayahuasca decken Probleme auf. Es kommt zu einer Zerreisprobe und diese Zerreisprobe wird als Chaos interpretiert. Der Geist des Ayahuascas ist nicht der Freund der Psychopharmaka. Wie eine Hyäne stürzt sich Ayahuasca in der Trance auf die Substanzen der Psychopharmaka, um wahre Liebe und Glück wieder hervorzubringen. Viele Psychopharmaka sind da, um innere psychische Problem zuzudecken, damit man so halbwegs ein „normales“ Leben führen kann, aber wahre Liebe, richtiges Glück kann hier nicht erfahren werden, da man wichtige Teilaspekte des Selbst ausgrenzt statt integriert. Hier kommt der berühmte MAO-Hemmer ins Spiel. In unserem Körper, Magen, gibt es ein Schutzenzym, das mitochondriale (MAO) Enzym. Dieses Enzym ist verantwortlich, damit gewisse Schadstoffe nicht in unseren Körper gelangen. Die Schadstoffe, die in gewissen Psychopharmaka vorkommen, beeinflussen, vermindern dieses Schutzenzym. Ayahuasca beeinflusst ebenfalls dieses Schutzenzym. Kurzfristig wird dieses Schutzenzym vermindert, um gewisse Stoffe vom Ayahuasca (speziell das DMT – Dymethyltriptamin, das in den Chacrunablätter enthalten ist) in unserem Körper zulassen. Bei dieser Verminderung des Schutzenzyms kommen jetzt andere schädliche Stoffe der Psychopharmaka, die normalerweise blockiert werden, ebenfalls in unserem Körper. Im Inneren treffen sich diese schädlichen Substanzen, der Psychopharmaka, die alles zudecken wollen mit den Stoffen des Ayahuascas, das alles aufdecken will. Natürlich kommt es zum Kampf und dieser Kampf wird als psychisches Chaos interpretiert. Ayahuasca und Psychopharmaka passen einfach nicht zusammen. Psychopharmaka können helfen bzw. helfen Personen ein halbwegs „normales“ Leben zu führen, das steht außer Frage, aber das große Glück und die große Liebe, nach denen wir alle streben, wird man damit schwer finden, zumindest habe ich bis dato noch niemand gefunden. Durch Ayahuasca kann man, wenn es ordnungsgemäß funktioniert (Garantien gibt es nicht), unser großes Glück und große Liebe finden, nach denen wir streben. Diese Chance gilt es zu nutzen.

 

Man sollte Leute, die schwere Depressionen, Psychosen, Schizophrenie haben und Personen, die schwere MAO-Hemmer nehmen, vorerst nicht bzw. nur eingeschränkt (geringe Menge) teilnehmen lassen an schamanischen Ritualen. Bevor diese Personengruppe teilnimmt, sollte man Reinigungsrituale mit Tabakwasser (Tabakwasser verstärkt nicht innere Energie, sondern neutralisiert diese) durchführen. In schwierigen Fällen sollte man eine lange, schamanische, spirituelle Diät (mindestens 1 Monat) machen. In der Diät wird mit leichten, schwachen Pflanzenmaterial gearbeitet (z.B. Camalonga - Traumnuss) und man lernt dann dort in Träumen. Personen mit schweren Depressionen, Psychosen und Schizophrenie werden nicht ausgeschlossen, sondern effizient vorbereitet auf die schamanischen Rituale. 100%ig kann Personen mit Depressionen, Psychosen und Schizophrenie durch Ayahuasca weitergeholfen werden, aber mit entsprechender Vorsicht und Vorbereitung.

 

In der Reportage wurde erwähnt, dass zu gleicher Zeit (Dezember 2015) als die Gruppe ihre Ayahuascazeremonien durchführten, es in einer anderen Urwaldlodge in Iquitos (halbe Tagesreise entfernt) zu einer Katastrophe kam. Ein 29-jähriger Kanadier hat einen 26-jährigen Briten während einer Ayahuascazeremonie mit einem Küchenmesser umgebracht. Es wird hier Ayahuasca als Monster dargestellt, das gefährlich ist und Menschen töten kann. Man ist hier in der Reportage und in anderen Medien (die Kronenzeitung hat auch berichtet) bedauerlicherweise nicht nachgegangen, wie es genau dazu gekommen ist. Hier habe ich intensiv nachrecherchiert in ausländischen Zeitungen und auch persönlich in Peru. Der 29-jährige Kanadier hat Kokain zusammen mit Ayahuasca genommen, was gegen jede Regel entspricht. Der Mord fand im Camp Phönix Ayahuasca statt, dieses Camp existiert heute noch. Es wurde von einem Australier errichtet, der sich längere Jahre mit Schamanismus beschäftigte. Im Camp sind manchmal Schamanen anwesend und machen Rituale mit Ausländern. Während der Mord geschah, war kein Schamane anwesend, die 2 Personen nahmen Ayahuasca alleine, haben aber zuvor schon mal Ayahuasca in fachkundiger Begleitung genommen. Der 29-jährige Kanadier war schon vorher mehrmals straffällig gewesen, man könnte ihn einen Kriminellen nennen, in seinem Land. Während der Zeremonie kam es zum Streit, bei einem Streit gehören immer auch 2 Leute dazu. Gefährliche Gegenstände wie z.B. Küchenmesser und Gefahren müssen vor der Zeremonie weggeschafft werden, dies ist auch eine Regel. Mehrere Faktoren haben zusammengewirkt, damit es zu dem Mord kam. Wenn es zu einer Katastrophe kommt sind immer mehrere Faktoren mitbeteiligt nie einer. Ayahuasca ist immer neutral, wenn ein Krimineller Ayahuasca nimmt, hat Ayahuasca nicht diese Kriminalität ausgelöst, sondern war schon vorher da. Mittlerweile nehmen jedes Jahr Hundertausende Menschen Ayahuasca, wenn hier einer stirbt dann ist es unter 0,5 %. Wenn die Spielregeln eingehalten werden, ist es fast unmöglich bei einem Ayahuascaritual umzukommen, wenn die Spielregeln nicht eingehalten werden, kann, aber nicht muss, es zu Todesfällen kommen. Das ist genauso wenn ich mit verbundenen Augen über eine stark frequentierte Straße gehe, das kann gut gehen oder auch nicht. Wenn ich dies aber mehrmals tue, erwischt es einen irgendwann, das heißt aber nicht gleich, dass man stirbt. Wenn man aber immer wieder mit verbundenen Augen über die Straße geht, ist es sicher irgendwann einmal aus, genauso ist es mit Ayahuasca, wenn man bewusst immer gegen gewisse Regeln verstößt ist es irgendwann aus. Wer ist schuld daran? Doch niemals das Ayahuasca, sondern wir Menschen!

 

Es ist also etwas Wahres dran an den Empfehlungen der Schulmedizin und den Behörden. Eine Gefahr kann bestehen bzw. besteht, aber die Gefahr kann verändert, vermindert bzw. aufgelöst werden. Mein Ratschlag ist, dass man bei gewissen gesundheitlichen Problemen sei es jetzt psychischer oder körperlicher Art sich zuerst an die traditionelle Schulmedizin wendet. Wir sind mit der traditionellen Schulmedizin aufgewachsen und vertrauen ihr sehr. Kann hier weitergeholfen werden, erübrigt sich alles, kann hier nicht weitergeholfen werden, sollte man andere Wege suchen und gehen, der schamanische Weg im Amazonasgebiet ist einer solcher Wege. Warum es in den letzten Jahren so einen Ayahuascaboom gibt, immer mehr wird in den Medien berichtet, immer mehr Leute wollen Ayahuasca nehmen, hängt auch damit zusammen, dass unsere traditionelle Schulmedizin nur ein gewisses Spektrum der Wahrheit beinhaltet, wie unsere Materie aufgebaut ist. Unsere Materie ist viel mehr als ein Baukastensystem, Stein auf Stein, sowie bei Maschinenteilen bei einem Roboter, die Seele, das Höhere Selbst, das Unterbewusstsein, hat hier keinen Platz.

 

5. QUALITÄT DES AYAHUASCAS (DER PFLANZEN)

 

Das vom Schamanen verwendete Ayahuasca in der Reportage war korrekt und klassisch mit den Chacrunablättern und DMT. Es hat seine Wirkung gezeigt und die Teilnehmenden Personen konnten etwas Positives daraus hervorbringen. Man hätte aber viel mehr aus Ayahuasca herausholen können!

 

Der Ayahuascasaft in der Reportage war wie ein Bier, Limonadensaft mit heller Farbe – grüngelblich - und hat etwas geschäumt. 80% des heute in Peru verwendeten Ayahuascas, das auch überall auf Märkten zu kaufen gibt hat diese Eigenschaft. Ein Spitzenayahuasca im Topbereich schaut aber anders aus und hat auch andere (viel bessere) Wirkung. Es handelt sich hierbei um eine dunkelfarbige, zähflüssige Flüssigkeit – bräunlich - ähnlich wie Honig oder Schokolade. (Man kann dies sehen auf meiner Homepage – Link – Ayahuasca – Herstellung). Die Herstellung eines Spitzenayahuascas ist komplexer, zeitaufwendiger und kostet mehr. Jetzt werden die Leute natürlich einwenden, wie will ich das von der Ferne so auf die Schnelle beurteilen, noch dazu war ich weder bei der Reportage dabei noch habe ich diese Ayahuascaart im Fernsehfilm probiert. Glaubt mir, wenn Ayahuasca wirklich stark wirkt, haben die Personen totale Erleuchtungszustände. Nach einer Zeremonie sagen sie dann dies war das schönste und beste Erlebnis meines Lebens, die Leute sehen total aus wie frisch verliebt mit Glück und Liebe überschüttet. Alle inneren Probleme wurde gelöst bzw, eine Annäherung zur Lösung gefunden. Keine der Teilnehmer hatte auch im Entferntesten diese tollen Erfahrungen. Damit Ayahuasca stark wirkt, muss es perfekt, richtig, gekocht werden. Die Qualität hängt hauptsächlich ab von der Menge und Qualität der Chacrunablätter. Je mehr Blätter desto stärker. Bei einem starken Ayahuasca bzw. einer großen Dosis bleibt man stundenlang bewegungslos am Boden liegen, ein Aufstehen bzw. interviewen während der Zeremonie ist unmöglich. Die Personen in den Zeremonien hatten aber noch große Bewegungsmöglichkeiten und konnten Fragen vom Fernsehteam beantworten. Alles hängt von der tiefe der gemachten Erfahrung ab. Erst ab einer gewissen Tiefe, Stärke, tritt ein gewisser automatischer Transformationsprozess ein. Eine gewisse hohe Dosis eines guten Ayahuascas ist Bedingung, dass sich etwas abspielt, das man Erleuchtung nennen könnte.

 

Die Dosierung des Ayhuascas in der Reportage war nicht optimal. Man versuchte ausgehend von einer kleinen, geringen Dosis sich zu steigern auf größere mit dem Argument, man will die Leute nicht erschrecken bzw. aus Angst jemand könnte zu viel bekommen, da man ja nicht weiß wie man reagiert. Dies ist eine übliche, traditionelle Methode, die heute bei vielen Schamanen angewendet wird, aber in etwas anderer Form. Wenn jemand bei der ersten Dosis nichts bzw. wenig sieht und spürt, was in der Reportage, der Fall war, muss bzw. soll sofort ca. 1 Stunde nach Einnahme nachgereicht werden. Alles andere wäre Zeit-, Energie- und Ayahuascaverschwendung. Bei allen psychoaktiven Substanzen, die man einnimmt, ist es so, dass wenn man innerhalb von kurzer Zeit mehrmals die Substanz einnimmt, die Wirkung immer schwächer wird. Man nennt dies Toleranzwirkung. Es kommt so zu einer Art Synapsenüberlastung im Nervensystem. Offiziell tritt diese Toleranz bei Ayahuasca kaum sichtbar auf, bzw. tritt erst auf wenn man Unmengen nimmt in kürzeren Abständen, aber auf versteckter höhere Ebene gibt es diese Toleranz doch. Mit jeder Einnahme vermindert sich die Chance, dass eine stärkere, kräftigere Dosis ihre Wirkung optimal zeigt, wenn zwischen den Einnahmen nicht eine gewisse Pause erfolgt. Die Gruppe hatte nur beschränkt Zeit während ihres Aufenthalts und so konnte man die Chancen einer optimalen Dosierung nicht nutzen. Eine Überdosierung gibt es bei Ayahuasca nicht, wenn es zu viel ist, bricht man die Substanz heraus. Wichtig ist nicht wie oft man Ayahuasca nimmt, sondern wie stark, intensiv eine Dosis ist. Nur eine gewisse starke Dosis garantiert einen Erfolg. Mir ist lieber 1 starke Dosis, als 3 - 4 mal eine mittelstarke. Wenn wer das erste Mal Ayahuasca nimmt und bei einer schwachen Dosis Ayahuasca nicht funktioniert, dann ist die Motivation und der Wille gesunken noch einmal mit der gleichen Freunde Ayahuasca wieder zu nehmen. Man kann hier dem Schamanen oder Klienten etwas vorwerfen, die Dosis war zu schwach. Wenn wer das erste Mal Ayahuasca nimmt und bei einer starken Dosis es nicht funktioniert, braucht sich niemand etwas vorwerfen, wenn die Dosis zu schwach ist, muss man sich doch etwas vorwerfen. Ziel müsste es im Leben doch sein, dass man alles optimal im Rahmen der Möglichkeiten nutzt. Es geht hierbei um die Nutzung der Chancen.

 

Es sind auch wirtschaftliche Interesse dabei, dass wenn man mehrmals eine Dosis Ayahuasca nimmt und diese man immer mehr steigert, der Schamane oder der Organisator mehr verdient oder verlangen kann mit dem Hinweis wir haben ja mehrere Zeremonien mit Ayahuasca gemacht und all das kostet Geld. Es ist auch eine Frage der Verantwortung, wer übernimmt die Verantwortung bei einer starken Dosis. Eben weil keiner eine Verantwortung übernehmen will, dosiert man lieber vorsichtiger, lieber weniger als mehr. So kann man maximal, wenn man jetzt beim Fußball bleibt nur eine nationale Meisterschaft gewinnen, aber niemals eine Europa- bzw. Weltmeisterschaft. Durch diese Gegebenheit wurden im Vorhinein automatisch Supererleuchtungszustände ausgeschlossen, die möglich wären.

 

6. SCHAMANISCHE AUSBILDUNG

 

In der Reportage wurde speziell durch den Schamanen erwähnt, wie man Schamane wird. Der Schamane meinte, dass er erstens gewisse Talente mit sich bringt und zweitens seine Vorfahren, Eltern, Großeltern schon Heiler waren und er von ihnen gelernt hat. Gewiss können diese Faktoren hilfreich sein, aber nie und nimmer wird man nur durch diese Faktoren ein Schamane. Talente und familiäre Faktoren bezüglich Wissensübermittlung, einer gibt sein Wissen den anderen weiter, haben maximal 10% Anteil an den Fähigkeiten oder Kapazität des Schamanen. Das ist genauso, wenn wer ein anerkannter Arzt wird. Hier sind auch Talente bzw. Familienstruktur wie z.B. der Vater ist auch Arzt gewesen von Vorteil, aber das alleine reicht nicht aus. Man muss sich mit der Materie intensiv beschäftigen und alles von der Basis auf lernen, sprich ein Universitätsabschluss machen und dann auch noch selbst praktizieren. Laut Studien wird man auf einem Gebiet erst Experte, wenn man mindestens 10.000 Stunden in ein Wissensgebiet investiert.

 

In der Reportage wurde überhaupt nichts erwähnt vom Königsweg des Schamanismus im Amazonasgebiet, den sogenannten Universitätsabschluss wie beim Arzt, die zentrale Basis, die spirituellen Diäten. Warum das verabsäumt wurde, kann ich nicht erklären. Überall wo man hinkommt im Amazonasgebiet zu den Schamanen und fragt wie man lernt und wie man schamanisches Wissen erreicht, wird gesagt durch langwierige, spirituelle, schamanische, Diäten in Abgeschiedenheit.

 

Bei den Schamanen im Amazonasgebiet gibt es die Grundregel, dass man spirituelle Diäten in Abgeschiedenheit machen muss, um Schamane zu werden, spirituelles Wissen anzueignen und gewisse Heilkräfte zu entwickeln.

Bei einer spirituellen Diät zieht man sich eine gewisse Zeit von der Außenwelt an einen entlegenen Platz zurück, man hat keinen Kontakt mit Menschen, isst ganz wenige, vorgeschriebene Sachen wie z.B. Maniokmehl, Haferbrei, Fisch, Bananen und hält strenge Diätvorschriften ein (keinen Computer, kein Telefon, kein Fernsehen, kein Sex, usw.). Gewisse Urwaldpflanzen werden in der spirituellen Diät zur Unterstützung des geistigen Selbstfindungsprozesses am Anfang in geringen Mengen zu sich genommen, später werden diese dann abgesetzt.

 

In der Nacht beim Schlafen lernt man in den Diäten durch Träume von seiner Seele, Höheren Selbst, Unterbewusstsein. Mit zunehmender Diätdauer verwandeln sich diese Träume in eine feinere Ebene, einen anderen höheren Bewusstseinszustand, wo es Antworten und Lösungen gibt auf alle menschlichen Probleme. Da die spirituellen Diäten für die körperliche und psychische Gesundheit sehr anstrengend sind, kann man diese nur auf Etappen machen, also immer eine gewisse Zeit und danach eine Pause. Die Diät ist mit sehr großen Opfer, Entbehrung und Zeitaufwand verbunden. Es muss hier ein Unterschied sein in der spirituellen, schamanischen, Entwicklung zwischen einen Menschen, der diese Opfer auf sich nimmt und Menschen, die sich nicht diesen Diäten unterziehen.  Sollte hier kein Unterschied sein, bzw. man nur durch Talente und Familienstrukturen zum anerkannten Schamanen wird, dann wäre das für mich sehr bedenklich. Ein guter, anerkannter Schamanen von Format hat in seinem Leben ca. 1 Jahr Diäten (also 12 Monate mit jeweils immer Pausen dazwischen) gemacht.

 

In anderen Kulturkreisen wie z.B. Sufismus, dem Schamanismus des Islams, gibt es ebenfalls diese spirituellen Diäten in Abgeschiedenheit, wo man in nächtlichen Träumen lernt, man nennt dies Halvet und ein Halvet ist eine Diät von 40 Tagen. Dort im Islam ist dann wer ein anerkannter Sufimeister, wenn wer 10 Halvet gemacht hat, also 10 mal 40 Tage sind 400 Tage, dass entspricht ungefähr dem 1 Jahr Diäten im Schamanismus im Amazonasgebiet.

 

Wenn es in den heiligen Schriften wie z.B. die Bibel heißt, dass ein Prophet oder Stammesfürst sich zurückzog in die Wüste, um dort durch Fasten und Opfer (Diäten)  Erleuchtung zu erfahren, dann ist das ein Indiz auf das uralte Wissen, wie besondere Bewusstseinszustände erreicht werden können. Durch Isoliertheit und Eintönigkeit werden unsere Sinne für andersartige Wahrnehmungen geöffnet. Auch die Visionssuche durch Traumfasten, das sogenannte Vision Quest, bei den nordamerikanischen Indianern, wo man sich zurückzieht in die Wildnis, hat die Funktion durch einen Traum eine Lebensvision – was ist der Sinn meines Lebens - zu bekommen. So haben sich Medizinmänner und Häuptlinge entwickelt.

Eine Grundidee ist, dass es verschiedene Arten von Bewusstsein gibt. Mit Bewusstsein bezeichne ich die Art und Weise des Denkens und Fühlens. In der einen Form des alltäglichen Bewusstseins nehmen wird uns als biologische Maschinen wahr, als getrennte Objekte. In der anderen Form des außergewöhnlichen Bewusstseins nehmen wir uns anders wahr, z.B. alles ist eins, wir sind mit allen verbunden, eine Trennung gibt es nicht. Wenn diese Erlebnisse stark sind, muss man die Folgerung daraus schließen, dass beide Formen Gültigkeit haben.

 

7. DAS WESEN DES AYAHUASCAS

 

Ziel der ganzen Ayahuascazeremonien ist es den Kontakt zu innere Bereiche wie Seele, Höheres Selbst und Unterbewusstsein herzustellen. Wenn der Kontakt hergestellt ist fließt Energie und es kommt zu einer Bewusstseinsveränderung in unserem Geist und in unseren Gefühlen. Das Ayahuasca ist lediglich ein Medium, um gewisse schon vorhandene geistige Potentiale in uns zu aktivieren. Das Ayahuasca ist keine Kräutermedizin, wo Stoffe auf unsere Organe wirken. Man nimmt Ayahuasca, wenn es ein Problem gibt, gewisse Energien sind nicht im Einklang. Im Wesen geht es, dass Harmonie und Liebe in uns wieder hergestellt wird durch unseren Geist, durch unser Bewusstsein. Das Ayahuasca verschiebt die Position des Bewusstseinsfokusses oder anders ausgedrückt verschiebt, verändert unser Ego. Als Ego definiere ich, dass unser Bewusstsein auf einen gewissen Bereich fixiert ist.

 

Der Erfolg einer Zeremonie hängt erstens ab von der Tiefe der gemachten Erfahrung und zweitens der spirituellen Kraft der Umsetzung. Die Tiefe der gemachten Erfahrung hängt zu 80% ab von der Qualität der Pflanzen (des Ayahuascas) und der Dosis. Es hängt nicht ab vom Ort, vom Ritualablauf, der Kleidung, der Hilfsmittel oder von der Kapazität des Schamanen. All diese Dinge können hilfreich sein, aber machen nicht mehr als 20% des Erfolges aus. Die Schamanen sind lediglich Begleiter, Überwacher und haben in Wirklichkeit eine Nebenrolle. Bei einem qualitativ schlechten oder minderwertigen Ayahuasca, kann auch der beste Schamane nichts bewirken.

 

Die Schamanen sind sehr schlau und sagen den Klienten, du darfst, du sollst das Ayahuasca nicht alleine nehmen oder mit wem anderen, es ist zu gefährlich bzw. es bringt Unglück. Die Schamanen wollen vor allem aus finanziellen Gründen den Klienten an den Schamanen binden. Den wenn die Klienten auf die Idee kämen es alleine zunehmen oder woanders vielleicht in Europa, verlieren sie Geld und Einfluss. Die Schamanen wollen, dass die Klienten sie als Meister bzw. Götter verehren, dabei haben wir Menschen all das gleiche Potential in uns und keiner ist spirituell erhabener als der andere. Eine „normale“ Person, die sich mit Ayahuasca auskennt und kein Schamane ist, kann genauso effizient eine Ayahuascazeremonie leiten oder einen Neuling begleiten. Die Umsetzung der Vision hängt direkt ab von der inneren Liebe, ich nenne dies spirituelle Kraft. In Wahrheit ist unsere Seele, Höheres Selbst, Unterbewusstsein Einheit, Liebe und Harmonie, deshalb fließt diese Liebesenergie, wenn der Kanal – unser Bewusstsein – durch Ayahasca dementsprechend geöffnet ist von einer unbewussten Ebene in eine bewusste Ebene und wird in unser Leben integriert.  Diese spirituelle Kraft (Liebe) kann durch langwierige, schamanische Diäten in Abgeschiedenheit heerausgebildet werden. Die Formel ist einfach, wo Liebe ist, ist Wirkung, wo viel Liebe ist, ist viel Wirkung, wo keine Liebe ist, ist keine Wirkung. Wenn Ayahuasca Liebe in unser Leben bringt, transformiert sich alles automatisch, deshalb hat Ayahuasca ein sehr großes Potential und vieles ist möglich, aber nicht alles!

 

Es gibt nämlich auf diesen Planeten Erde gewisse Naturgesetze und diese können nicht aufgelöst werden. Man kann nicht Tote wieder zum Leben erwecken oder Personen, denen ein Glied fehlt wieder nachwachsen lassen bzw. geistig materialisieren. Dann kann man auch nicht Blinde wieder sehend machen, eine echte Querschnittslähmung wieder rückgängig machen oder schwer Krebskranke im Endstadium heilen. Eine Heilung sowohl schulmedizinisch als auch schamanisch bzw. Geistheilung mit Ayahuasca hat seine Grenzen. Es kann deshalb nur innerhalb dieser Grenzen im Rahmen der Naturgesetze agiert werden.

 

An dem Begriff „Mythos Ayahusca – Erleuchtung im Regenwald“, wie die Reportage lautet, ist etwas Wahres dran, aber es wird auch viel Unwahres verbreitet. Wer soll sich da noch auskennen? Die Wege des Ayahuascas und des Schamanismus im Amazonasgebiet sollte nur alles Mittel, Medium zum Zweck dienen, Probleme zu lösen und nicht als Endziel. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Gedanken- bzw. Gefühlsreflektion in einem anderen Bewusstseinszustand, jetzt kommt es auf einen selbst an diese Erkenntnis auch umzusetzen und sein Leben zu ändern. Automatisch von alleine wird überhaupt nichts verändert – so eine Art – man nimmt Ayahuasca und ist danach automatisch geheilt ohne weiteres zutun. Ich habe versucht hier ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten. Es lohnt sich auf alle Fälle mit dem Thema zu beschäftigen.

 

Ich lade alle ein an diesem Diskussionsblog zu beteiligen, vielleicht kann einer den anderen mit Tipps, Ratschläge und Warnungen weiterhelfen: 

 

 

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